Martinstag in Deutschland

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Feiertag Datum Gesetzlicher Feiertag in
Martinstag in Deutschland 2023 Samstag, den 11.11.2023 Kein gesetzlicher Feiertag
Martinstag in Deutschland 2024 Montag, den 11.11.2024 Kein gesetzlicher Feiertag
Martinstag in Deutschland 2025 Dienstag, den 11.11.2025 Kein gesetzlicher Feiertag
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Auch, wenn der Martinstag deutschlandweit mit unterschiedlichen Br?uchen begangen wird, handelt es sich weder im weltlichen noch im kirchlichen Sinne um einen ?echten“ Feiertag. Konkret bedeutet dies, dass an Martini bzw. dem Fest des heiligen Martin weder die Gesch?fte schlie?en noch schulfrei ist. Der Namenstag des namensgebenden Martin von Tours f?llt sowohl in der katholischen als auch in der evangelischen Kirche auf den 11. November.

G?nsekeule

Der Martinstag ist auch der Schlemmerei gewidmet.


Worauf geht der Martinstag zurück?

Bei einer Erkl?rung des Martinstages ist zwischen den verschiedenen Br?uchen und dem tats?chlichen Leben und Wirken des Martin von Tours zu unterscheiden. Anders formuliert wurden eine Fülle bereits bestehender Br?uche im 19. Jahrhundert auf den Martinstag gelegt und eine inhaltliche Verbindung hergestellt.

Martin von Tours oder Martinus, wie er mit lateinischem Namen hie?, lebte von 317 bis 397 und war Bischof. Als Sohn eines r?mischen Milit?rs kam er als Kind erstmals in Berührung mit dem Christentum und konvertierte schlie?lich. Als Soldat verweigerte Martin unweit von Worms den Dienst und begründete dies damit, dass er fortan nicht mehr Soldat des Kaisers (miles Caesaris) sondern Soldat Christi (miles Christi) sei. Die Folge war die Entlassung aus dem Milit?rdienst im Jahr 356. Bereits 351 war Martin getauft worden, 372 erfolgte die Weihe zum Bischof von Tours.

Die besondere Bedeutung Martins resultiert aus der Legende, nach der Martin am Stadttor von Amiens einem armen frierenden Mann die H?lfte seines Mantels reichte. Eine weitere Geschichte besagt, dass sich Martin vor seiner Weihe zum Bischof in einem G?nsestall versteckte, da er sich der Position als nicht würdig befand. Die G?nse verrieten ihn, woraus m?glicherweise der Brauch der Martinsgans resultiert.

Wie wird der Martinstag gefeiert?

In kirchlicher Hinsicht wird der Martinstag nicht besonders gefeiert und es finden meist auch keine eigenen Messen oder Gottesdienste statt. Stattdessen hat sich ein reges Brauchtum entwickelt, das m?glicherweise auch darauf zurückzuführen ist, dass der Martinstag unmittelbar auf den Winteranfang gem?? des Julianischen Kalenders folgt.

In ganz Deutschland bekannt ist das Laternenlaufen bzw. der Martinszug. Erinnert wird damit an die historische Lichterprozession, die zur überführung von Martins Leichnam nach Tours stattfand. Am Ende des Martinszugs versammeln sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Martinsfeuer. Die gr??ten Martinsumzüge finden in Worms-Hochheim, Kempen am Niederrhein, Essen-Frintrop und Bocholt statt.

Im Westen Deutschlands erhalten die Kinder an St. Martin einen ?Weckmann“ oder ?Stutenkerl“ wobei es sich um sü?es Hefegeb?ck handelt. In Süddeutschland ist auch Laugengeb?ck m?glich. Ebenfalls in vielen Regionen Deutschlands bekannt ist das Martinssingen, zu dem ebenfalls im Rheinland und im Bergischen Land die meisten Lieder existieren.

Die traditionelle Martinsgans wird in Deutschland mit Rotkohl und Kl??en verspeist, was auf die Zeit der Lehnsherrschaft zurückgeht. Da der Martinstag vor Beginn des Fastens vor Weihnachten lag, mussten in früheren Jahren die leicht verderblichen und fetten Lebensmittel zuvor aufgebraucht werden, weshalb der Martinstag auch der Schlemmerei gewidmet ist. Auch wurden die Steuern am Ende des b?uerlichen Wirtschaftsjahres früher in Naturalien (eben auch in G?nsen) gezahlt. So nimmt nicht wunder, dass der Martinstag früher auch unter der Bezeichnung Zinstag bekannt war.

In protestantischen Regionen wird an St. Martin wiederum auch Martin Luthers gedacht und in den protestantischen Gebieten Süddeutschlands (vor allem Franken) bringt teilweise der Pelzm?rtel Geschenke. Interessant an diesem Brauch ist der enge Zusammenhang zum Nikolaustag.

Der Beginn des rheinischen Karnevals am 11.11. bzw. Martinstag ist ein neuerer Brauch, der aus dem 20. Jahrhundert stammt.

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